DIE GESCHICHTE DES ST. GOTTHARD

Der San Gottardo, der mythische Berg mit der grössten Geschichte der Kommunikationswege in der Schweiz.

Zur Römerzeit konnte der St. Gotthard nur zu Fuss oder mit Saumtieren überquert werden. Obwohl er die kürzeste Nord-Süd-Verbindung bot, wurde er wegen schwer zu überwindenden Hindernissen kaum genutzt und es wurden andere Wege bevorzugt. Es waren schliesslich die Walser, die im XIII. Jahrhundert dank ihren beachtlichen technischen Fähigkeiten die erste Brücke über die Schöllenenschlucht, die Teufelsbrücke, errichteten und die Twärrenbrücke erbauten, um die Reuss zu überqueren. Mit diesen Verbindungen erlangte der Pass erstmals europaweite Bedeutung und der Durchgangsweg erwies sich als entscheidend für die Zukunft der Bevölkerung beider Seiten.

Der Gotthardpass wird auch in den Annales Stadenses (XIII. Jahrhundert) erwähnt, als Wegbeschreibung für Pilger, die Rom oder das Heilige Land erreichen wollen. Im Jahre 1230 wird die Kapelle dem heiligen Godehard (Gotthard) geweiht und das Hospiz errichtet, das von Mönchen des Humiliatenordens geführt wurde und den Reisenden Unterschlupf bot. Im Jahre 1595 wurde über die Schöllenenschlucht eine Steinbogenbrücke erbaut. Der Gotthardübergang blieb im Wesentlichen ein Saumweg, wo der Transport von Waren bis fast am Anfang des 19. Jahrhunderts nur mit Saumtieren möglich war.

Der Gotthardpass wird auch „Strasse der Völker“ genannt und dieser Name verdeutlich klar, dass die Passstrasse in der Vergangenheit bequem für den Personen-, aber weniger für den Warenverkehr war.

Erst im Jahr 1708 wurde die Strasse deutlich verbessert und ausgebaut; aus dem Jahre 1775 stammt der Bericht der ersten Passüberquerung mit Kutsche des englischen Geologen Greville. 1799 überquerten russische Truppen, angeführt von General Alexander Wassiljewitsch Suworow, den Gotthardpass und kämpften in der Reussschlucht gegen die Franzosen.

Im 19. Jahrhundert wurde dann eine richtige befahrbare Strasse, die über die ganze Strecke mehr als fünf Meter breit war, und eine neue Brücke über die Teufelsschlucht gebaut. Dieser Bau wurde in den dreissiger Jahren abgeschlossen.

Eine Reise mit der Postkutsche von Mailand nach Basel nahm 1850 etwa 50 Stunden in Anspruch, mit Benutzung des Zugs zwischen Mailand und Camerlata und des Schiffs zwischen Flüelen und Luzern.

Denkmal für den Flieger Guex

Die
Tremola

Die
Teufelsbrücke

Das Suvorov-Denkmal

Stiftung Pro San Gottardo

seit 1972
Die Stiftung Pro San Gottardo wurde am 15. Februar 1972 gegründet mit dem Ziel, „die Umwelt auf dem Gotthardpass und das Hospiz als Zeugnis unserer nationalen Geschichte und der Schweizer Freiheit und Unabhängigkeit zu schützen“, sowie „aus eigener Initiative die Aufwertung des Gotthards.

Club San Gottardo

seit 1996

Der Verein unterstützt die Stiftung Pro San Gottardo, fördert die Ausgaben als Treffpunkt und Pflege soziale Kontakte zwischen den Mitgliedern. Zu diesem Zweck stellen die Finanzbeiträge an die Stiftung, organisiert soziale und kulturelle Veranstaltungen, und trifft sich einmal im Jahr auf der Gotthard.

Gastro San Gottardo SA

Seite 2011
Die Gastro San Gottardo AG verwaltet Gehäuse und Restaurants auf der Stufe. Das Angebot umfasst mehrere Restaurants und Unterkünften für jeden Bedarf: von den Gruppen, Familien mit Kindern bis zu der geplanten Luxus Hospiz Gotthard.